Studies in the Arts (SINTA)

Portraits der Doktorierenden

Eleni Ralli

E-Mail
eleni.ralli@unibe.ch
Postadresse
Universität Bern
Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH)
Doktoratsprogramm Studies in the Arts (SINTA)
Eleni Ralli
Muesmattstrasse 45
3012 Bern

Eleni Ralli

Eleni Ralli (*1984) studierte Komposition und Musikwissenschaft in Thessaloniki (GR), Basel (CH) und Bern (CH). Zurzeit lebt und arbeitet sie (seit 2013) in Basel. Als Komponistin besuchte sie viele Workshops, Seminare und Meisterkurse bei verschiedenen berühmten Komponisten – u.a. Salvatore Sciarrino, Mark Andre, Beat Furrer, George Aperghis, Manos Tsangaris, Simon Steen-Andersen, Carola Bauckholt und Pierluigi Billone. Sie nahm an mehreren Kompositionswettbewerben teil und wurde mehrmals als Finalistin ausgewählt. Sie war 2008/2009 Finalistin beim "International Music Prize for Excellence in Composition", 2014 bei "aXes Krakow Festival" und bei "Iktus Percussion International Score Call" mit ihrem Stück Complex Combinations in 3; 2015 bei "IV Kiev International Master Classer for New Music Course"; 2018 bei der "IV International Sergei Slonimsky Composition Competition" (Sankt Petersburg) mit ihrem Stück "All Alone (among the others) I.5", und im selben Jahr bei “Delian Academy for New Music“ (Mykonos, Griechenland) mit ihrem Stück "ALSB Always Leave Something Behind".  Sie wurde als Komponistin für Festivals wie Zeiträume Basel, Biennale für Musik und Architektur und Symposium Studio 31, Basel, Schweiz, Leicht über Linz , Impuls und Crossroads Österreich, TACEC Generation, Argentinien, Il Suono Academy for Young Composers, Italien, Offborders Festival, Thessaloniki und vielen anderen auf der ganzen Welt beauftragt.
Eleni Ralli arbeitete mit verschiedenen Ensembles auf der ganzen Welt zusammen, und viele davon haben einige ihrer Kompositionen beauftragt: dissonART Ensemble Griechenland, Ensemble Recherche Freiburg, Ensemble Phoenix Basel, Ensemble Meitar Israel, Ensemble Asamisimasa Dänemark, Ensemble Nostri Temporis Kiew, Ensemble Musikfabrik Köln, Ensemble Platypus und Ensemble Il Suono Gialo Italien. Zurzeit arbeitet sie mit der Akademie der Künste Berlin - unter anderen Komponisten - für das Labor Beethoven 2020, ein Jubiläum zum 250. Geburtstag von Beethoven, zusammen. Sie hat Kompositionen, die von Solo-Instrumenten bis zu vollem Orchester reichen. Ihre Werke ALSB Always Leave Something Behind und Circle around the Edge für Solo Akkordeon wurden in den Jahren 2018 und 2015 von Edition Avantus veröffentlicht. Ihre Werke wurden bisher in Deutschland, der Ukraine, der Schweiz, Griechenland, Polen, Holland, Israel, Italien, Österreich, England, Russland und Iran aufgeführt.   
Sie hat ihre laufende Forschung über Harry Partch, seine musikalische Sprache und seine Instrumente in folgenden Konferenzen vorgestellt:

•    The Instruments of Harry Partch, his Notation System and the Harmonical Phenomena in his Music “Fermentationstag Mikrotöne“ – Basel 2016,
•    Harry Partch. The Importance of Conserving and Understanding his Instruments to Preserve his Music “CIMCIM Annual Conference“ – Basel – Bern 2017,
•    On the benefit of renotating Harry Partch’s music for understanding and analyzing his harmonic language. “Symposium 2017, Mikrotöne, Small is beautiful“ – Mozarteum University, Salzburg.

Eleni Ralli veröffentlichte Texte in den musikwissenschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften Positionen "Inmitten von Ruinen ..." und Dissonanz "Rheinunterquerungen, Eine Unterwasser-Reportage über das Projekt Klangtaucher". Ihre Masterarbeit über das Werk Situationen bei Georges Aperghis wurde auf seiner persönlichen Webseite hochgeladen (http://www.aperghis.com/txt.html).

Betreuungspersonen

Prof. Dr. Cristina Urchueguía, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft, Mittelstrasse 43, 3012 Bern
Prof. Dr. Roman Brotbeck, Hochschule der Künste Bern HKB, Organisationseinheit: Forschung, Dozent für Musikästhetik und -philosophie

Titel des Promotionsvorhabens

Analyse von Partch Musikinstrumenten, Notation und Musiksprache im Hinblick auf eine aktuelle Aufführungs- und Kompositionspraxis

Harry Partch, einer der wichtigen Pioniere in amerikanischen Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts, war der erste Komponist, der fast alle Instrumente, die er für die Aufführung seiner Werke brauchte, selber erfand und baute. Obwohl Partch in den USA in einem kleinen Kreis von Spezialisten sehr verehrt wird, war seine Musik in Europa quasi unbekannt. Das änderte sich, nachdem das Ensemble Musikfabrik Köln in einem von 2008-2013 durchgeführten Projekt fast alle Instrumente von Partch kopierte. Die originalen Instrumente befinden sich heute in einem teilweise fast unspielbaren Zustand an der University of Washington. Das Forschungsprojekt möchte in einer praxisorientierten Perspektive die musiktheoretischen Grundlagen der Instrumente und Kompositionen untersuchen, sowie die Potenziale seines Konzepts für die Musik von heute klären. Diese Dissertation wird daher die Aspekte von Partchs kompositorischer Sprache, die theoretischen Systeme, die Instrumente und die Notationen und ihre Bedeutung für die heutige Praxis nach ausgedehnten Feldforschungen und der Analyse der Originalinstrumente (UW) und ihre Repliken (Köln) untersuchen.

Forschungsschwerpunkte

Musikwissenschaft, nicht-äquidistante Mikrotonmusik, Instrumentenbau, Feldforschung, Aufführungspraxis, Kompositionspraxis