SINTA Studies in the Arts

Portraits der Doktorierenden

Marc Kilchenmann

E-Mail
marc.kilchenmann@unibe.ch
Postadresse
Universität Bern
Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH)
Doktoratsprogramm Studies in the Arts (SINTA)
Marc Kilchenmann
Muesmattstrasse 45
3012 Bern

Marc Kilchenmann

Neu erschienen:
Thomas Gartmann, Marc Kilchenmann (Hrsg.), Urs Peter Schneider: Konzeptuelle Musik. Eine kommentierte Anthologie, Aart Verlag, Bern 2016

Marc Kilchenmann ist 1970 in Bern geboren, studierte Fagott bei Ingo Becker und Prof. Eckart Hübner und Komposition bei Prof. Urs Peter Schneider. Zudem belegte er den Studiengang 'Elementare Musikpädagogik'. Seine Fagottstudien schloss er 1998 mit dem Solistendiplom ab. Ähnlich vielseitig wie seine Studien erweist sich auch sein heutiges Betätigungsfeld. Konkret ist er als Komponist, Hochschuldozent, Verleger, Fagottist, Musikpädagoge und Programmgestalter tätig. 2010 wurde Marc Kilchenmann in die Jury des 5. Kompositionswettbewerbes der Stiftung Christoph Delz berufen. Marc Kilchenmann ist Dozent im Fachbereich Musik der Hochschule der Künste Bern und beschäftigte sich in den letzten Jahren auf verschiedenen Ebenen mit dem Werk Hermann Meiers. Als Verleger betreut er beim aart verlag die Gesamtausgaben der beiden radikalen Komponisten Hermann Meier und Urs Peter Schneider. Die beiden sind in ihrer Unterschiedlichkeit Vorbilder für sein eigenes Komponieren. Im Moment arbeitet Kilchenmann an einem Zyklus von je acht Kompositionen und 8 Konzeptstücken über acht vorsokratische Philosophen.

Betreuungspersonen

Prof. Dr. Anselm Gerhard, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft
Prof. Dr. Roman Brotbeck, Hochschule der Künste HKB, Organisationseinheit: Forschung, Musik

Promotionsvorhaben

Es gibt aber Leute, die es nicht leiden können, eingesperrt zu sein

In der aktuellen Musik kennen wir verschiedene parallel existierende mikrotonale Stimmsysteme. Insbesondere lassen sich zwei Hauptströmungen ausmachen. Zum einen der Spektralismus, als französisches Phänomen mit den wichtigsten Vertretern Gérard Grisey (1946-1998) und Tristan Murail (*1947). Zum andern die Just Intonation, hauptsächlich geprägt von Harry Partch (1901-1974) und dessen Schüler Ben Johnston (*1926). Das Doktoratsprojekt von Marc Kilchenmann stellt die Arbeit Johnstons in den Mittelpunkt. Dieser arbeitet u. a. wiederholt mit traditionellen Formen. Es soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern diese Kompositionen als organische Weiterentwicklung zu verstehen sind und welche Bruchlinien zur Tradition sich ausmachen lassen. Zudem soll untersucht werden, welche Gemeinsamkeiten, resp. Trennlinien sich zwischen der Just Intonation und anderen mikrotonalen Tonhöhensystemen, insbesondere dem Spektralismus beschreiben lassen.

Forschungsschwerpunkte

Musikwissenschaft, Musik des 20. + 21. Jahrhunderts, Mikrotonalität, Polymetrik