Fabienne Mathis
Fabienne Mathis verfügt über einen akademischen Werdegang an den Universitäten von Zürich, Berlin, St. Gallen, Paris und Bern mit breitem Zugang zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen in perspektivenreicher Betrachtung. Die Schwerpunkte ihrer beruflichen Erfahrungen sind Organisation, Produktion und Förderung von Kultur, insbesondere Theater. Seit März 2021 leitet sie das Projekt «Digitale Bühne» im Kleintheater Luzern und verantwortet neben der Spielplangestaltung auch den Aufbau neuer Kooperationen im Bereich Wissenstransfer zwischen Theaterschaffenden und Hochschulen.
Ab Sommer 2023 übernimmt sie die Co-Leitung des Kleintheater Luzern.
PhD Project: Institutionelle Öffnungsprozesse – wie gelingt die nachhaltige und strukturelle Inklusion von Menschen mit Behinderung im Theaterbetrieb und Publikum? Eine Bestandesaufnahme entlang von ausgewählten Stadttheaterbetrieben, Festivals, Gastspiel sowie Freien Ko-Produktionshäusern in der Deutschschweiz.
Was die Umsetzung von inklusiven Massnahmen in Bezug auf die bauliche Gestaltung von Kulturinstitutionen und die Zugänglichkeit zu deren Programmen betrifft, ist die Schweizer Theaterszene auch zehn Jahre nach der Ratifizierung der UNO-BRK (Eidgenössisches Departement des Innern EDI, 2014) noch immer damit konfrontiert, dass der Zugang zur Kultur für Menschen mit Behinderungen noch nicht selbstverständlich ist.
Im Dissertationsprojekt beschäftige ich mich mit der Frage, wie der Theaterbetrieb nicht nur barrierearm, sondern auch inklusiv gestaltet werden (kann). Im Mittelpunkt meines Interesses stehen daher nicht primär künstlerisch-ästhetische Produktionsprozesse oder Inszenierungen, sondern Institutionen und deren Organisationsabläufe, Entscheidungsprozesse und Infrastrukturen.
Mein Hauptargument ist, dass es eines organisationskulturellen Wandels, unterstützender struktureller Rahmenbedingungen (Kulturförderung/organisatorische Ressourcen) und schließlich der Umsetzung geeigneter Maßnahmen über verschiedene Organisationsebenen hinweg bedarf, um die nachhaltige Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu erreichen.
Keywords
Aesthics of Access / Accessibility / Barrierefreiheit / Cultural Governance / Disability Arts / Inklusion / Institution / Multirationales Management / Neo-Insitutionalismus / Organisationskultur
Supervisors
Prof. Alexandra Portmann, Institute of Theatre Studies, University of Bern Dr. Yvonne Schmidt, Institut Praktiken und Theorien der Künste, Hochschule der Künste Bern
